Informationsarchitektur: Teil I Überblick


Einführung

Bevor wir mit diesem Post beginnen, möchte ich kurz darauf eingehen, warum wir in einem SharePoint Blog überhaupt über die Informationsarchitektur sprechen. Auch hier muss man nach dem Motto gehen “Wer nicht weiss was er will bekommt das was er nicht braucht”. Die Informationsarchitektur hilft also zu definieren, was wir mit SharePoint überhaupt wollen. Es gibt bestimmte Parallelen zur SharePoint Governance, diese beiden Themen sind sehr eng miteinander verknüpft.

Im ersten Beitrag gehen wir auf die theoretischen Aspekte einer Informationsarchitektur ein, welche integrativen Bestandteil eines Intranet bildet. Die Informationsarchitektur wie wir sie in diesem Projekt anwenden werden wird im späteren Verlauf dieses Dokumentes beschrieben.

Damit klar ist, was wir unter Informationsarchitektur verstehen und damit alle Beteiligten dasselbe Bild haben, starten wir den Abschnitt mit einer Definition.

Definition

Informationsarchitektur bezeichnet die Konzeption und Definition der Struktur eines Informationssystems, meist eines Computersystems, sowie der für den Nutzer des Systems möglichen Interaktionen und schließlich der An- und Zuordnung sowie die Benennung der in dem System enthaltenen Informationseinheiten und Funktionen.

(Quelle: Wikipedia)

Kurzdefinition aus „Informationsarchitektur für das World Wide Web“ Second Edition:

  • Eine Kombination des Bezeichnens und der Navigationsstruktur innerhalb eines Informationssystems.
  • Das strukturelle Design eines Informationsraumes, um Aufgaben(-Vollendung) und intuitiven Content-Zugang zu erleichtern.
  • Die Kunst und Wissenschaft der Strukturierung und Klassifizierung von Websites und Intranets, um den Nutzern zu helfen, Informationen zu finden und zu ordnen.

(Quelle: Institut für Informationsarchitektur)

Es geht also bei der Informationsarchitektur darum, ein Informationssystem (Intranet, Extranet, Internet, Kollaborationssystem etc.) so zu gestalten, dass der darin liegende Inhalt für den Nutzer möglichst schnell und intuitiv zugänglich ist. Die Frage, welche sich bei einer Informationsarchitektur also stellt, ist: Wie findet jede individuelle Benutzergruppe die von ihr benötigte Information in möglichst kurzer Zeit. Dabei spielt der Aspekt der Multiperspektivität eine wesentliche Rolle.

Das Resultat ist ein Dokument, welches die Seiten und Unterseiten sowie deren Inhalt aufzeigt. Weiter wird darin geregelt, wer wo welche Zugriffe hat und wo mit wem welche Interaktion stattfindet sowie wer für welche Inhalte verantwortlich ist.

Planen einer Informationsarchitektur

Beim Planen einer Informationsarchitektur steht der End User im Zentrum der Informationsbetrachtung. Meines Erachtens muss aber im selben Moment die Informatik im Zentrum der – ich will es mal die Betreibbarkeitsbetrachtung nennen – stehen. Das beste Informationssystem mit allen Freiheiten für den End User nützt nämlich nichts, wenn es nicht mehr mit angemessenem Aufwand betrieben werden kann. Um die Informationsarchitektur zu umzusetzen, braucht es diverse Zwischenschritte um zu einem befriedigenden Ergebnis zu kommen.

Bestandteile einer Informationsarchitektur

Wir werden in dieser Serie über die folgenden Bereiche sprechen:

  • Usability und Userfriendlyness
  • Service Design und Betreibbarkeit
  • Sitemap und Inhaltsstruktur
  • Rechte- und Rollenkonzept
  • Webdesign und Layout
  • Taxonomie und Tagging

Freuen Sie sich auf eine spannende weitere Serie
so long, Samuel